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Die Stiftskirche Sankt
Cyriakus Gernrode ist heute eine der bedeutendsten und am besten
erhaltenen Zeugnisse ottonischer Architektur in Deutschland mit zwei
baulichen Besonderheiten; Langhausemporen (10. Jh.) und der Nachbau des
Heiligen Grabes (11. Jh). Baubeginn von Stiftskirche und nahegelegen
Frauenstift war im Jahr 959. Der Gründer und Stifter dieser Bauten,
Markgraf Gero, erlangte für dieses Anwesen im Jahr 961 den königlichen
Schutz durch Urkunden von Otto I und Otto II und im Jahr 963 den
päpstlichen Schutz. Von seiner Pilgerreise aus Rom brachte Markgraf Gero
eine kostbare Reliquie vom heiligen Cyriakus nach Gernrode, dem die
Kirche geweiht wurde. Im 12. Jahrhundert wurde
die Westkrypta, Seitenemporen und ein doppelstöckiger Kreuzgang ein bzw.
angebaut. |
![]() Blick ins Mittelschiff nach Westen, 1877 |
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Der Kunsthistoriker Ludwig Puttrich bewegte Herzog Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau dazu, den weiteren Verfall zu verhindern und eine Restaurierung zu veranlassen. Mit der Restaurierung der Stiftskirche beauftragte man den preußischen Konservator Ferdinand von Quast. Seine Aufzeichnungen erlauben es, die 1858 noch vorhandenen Teile des Ursprungsbaus und des romanischen Umbaus zu unterscheiden. Ferdinand von Quast bewahrte bei der Restaurierung 1858 bis 1866 weitgehend die originalen Bauformen. |
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